Spahn: eGK wird nicht abgeschafft

In den letzten Tagen berichteten mehrere Medien, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die elektronische Gesundheitskarte abschaffen wolle. Dies führte zu einiger Verwirrung. Um Klarheit zu schaffen, veröffentlichte das Bundesministerium für Gesundheit folgendes Originalzitat des Ministers:

 

„Wir werden nicht alles über den Haufen werfen, die bisher investierte Milliarde in die Telematik-Infrastruktur war nicht vergebens. Denn wir brauchen in jedem Fall ein sicheres Netz, an dem alle Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken angeschlossen sind. Und für die Infrastruktur müssen die Arztpraxen auch in jedem Fall mit dem Konnektor ausgestattet werden. Was offen ist und was ich überprüfen werde, ist die Frage, wie der Zugang zu dieser IT-Infrastruktur gestaltet wird. Die elektronische Gesundheitskarte bleibt dabei eine Lösung. Aber sie ist nicht die attraktivste für Patienten. Denn die wünschen sich einen schnellen, einfachen und sicheren Zugriff auf ihre Gesundheitsdaten – am liebsten per Handy und nicht über den Desktop zu Hause. Das sollten wir auch ermöglichen.“

 

Bis Ende dieses Jahres sollen alle Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sein. So will es der Gesetzgeber. Was Sie über Anschluss, Ausstattung und Finanzierung der TI wissen müssen, darüber informiert die Broschüre „Telematikinfrastruktur“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Sie können die Broschüre kostenfrei bei der KBV bestellen (E-Mail: versand@kbv.de). Zudem steht sie hier in der KBV-Mediathek als PDF-Dokument zum Herunterladen bereit.

15.05.2018