Telematikinfrastruktur: Weiter-Finanzierung angepasst

Auf die Eckpunkte zur weiteren Finanzierung der Ausstattungskosten für die Telematikinfrastruktur (TI) haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung Ende Mai verständigt. Die Einigung fand unter Vermittlung des Vorsitzenden des Bundesschiedsamtes statt.


Demnach bildet der um zehn Prozent reduzierte Konnektorenpreis aus dem 2. Quartal die Berechnungsgrundlage für die Erstausstattungspauschale im dritten Quartal 2018. Dies ergebe einen Preis in Höhe von brutto 1.719 Euro, teilte die KBV mit. Dieser Preis werde ab dem vierten Quartal um weitere zehn Prozent gesenkt auf dann brutto 1.547 Euro.


Die KBV und der GKV-Spitzenverband gehen davon aus, dass es in den nächsten Monaten, wie von der Industrie schon seit langem zugesagt, mehrere Anbieter von Konnektoren geben wird. Dies sollte zu einer Senkung der Angebotspreise führen.


Ein zusätzlicher Anbieter ist das österreichische Technologieunternehmen RISE. Sobald der Konnektor dieses Unternehmens am Markt grundsätzlich für alle Arztpraxen verfügbar ist, werden GKV-Spitzenverband und KBV innerhalb einer Frist von zwei Wochen vor dem Hintergrund der dann aktuellen Marktsituation die geltende Vereinbarung überprüfen und gegebenenfalls ab dem Folgequartal anpassen.

 

Praxisausweis: Neuer Anbieter Für den elektronischen Praxisausweis zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur gibt es jetzt einen weiteren Anbieter, wie die KBV mitteilte. Die Firma medisign hat die Zulassung der gematik und der KBV erhalten. Der Praxisausweis wird von medisign für 23,25 Euro pro Quartal angeboten. Dies entspricht laut KBV der Summe, die Arztpraxen aus der TI-Finanzierungsvereinbarung erstattet bekommen. Bislang war seit Beginn des Online Rollouts die einzige Bezugsquelle die Bundesdruckerei.

 

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22.06.2018