Test nach Corona-Warn-App: Ab Januar nicht mehr über EBM

Ab 1. Januar 2021 können Abstriche und Laborleistungen auf SARS-CoV-2, die aufgrund einer Warnung durch die Corona-Warn-App durchgeführt werden, nicht mehr über den EBM abgerechnet werden. Die Abrechnung erfolgt dann nur noch nach den Vorgaben der Testverordnung

 

Einen Überblick zur Abrechnung erhalten Sie hier.

 

Weiterhin ergibt sich zum 1. Oktober 2020 eine rückwirkende Änderung der Laborleistungen nach den GOP 32779, 32811 und 32816: Auf die Angabe der Kennnummer 32006 zu den genannten Laborleistungen kann verzichtet werden, da diese bei der Ermittlung des arztpraxisspezifischen Fallwertes unberücksichtigt bleiben (Berechnung Laborbonus). 

 

Die Details im Überblick:

 

Änderung zum 1. Januar 2021:

  • Der Abstrich nach der Warnung durch die Corona-Warn-App wird aus der Leistungsbeschreibung der GOP 02402 EBM gestrichen
  • Streichung folgender GOP:
    • 32811 EBM - Nukleinsäurenachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2 aufgrund einer Warnung durch die Corona-Warn-App
    • 12221 EBM - Zuschlag zur GOP 32811 für Fachärzte für Laboratoriumsmedizin
    • Kostenpauschale 40101 EBM - Zuschlag zur GOP 32811 bei Probeneinsendung für Versandmaterial, Versandgefäße usw.
    • Streichung des Verweises auf die GOP 32811 in der Abrechnungsbestimmung der GOP 12220 (Grundpauschale für Fachärzte für Laboratoriumsmedizin u. a.)

 

Hintergrund

Bereits zum 15. Juni 2020 wurde die Abrechnungsmöglichkeit der Abstriche nach Warnung über die Corona-Warn-App als Leistung in den EBM aufgenommen.

 

Mit Weiterentwicklung durch die Coronavirus-Testverordnung (TestV) zum 15. Oktober 2020 haben Personen ohne COVID-19-Symptome einen Anspruch auf Testung – darunter auch jene mit einer Warnung durch die App.

 

Wegen der sich daraus ergebenden zweigleisigen Abrechnungsmöglichkeit (nach EBM und nach TestV) hat der Bewertungsausschuss Änderungen zu bestimmten Gebührenordnungspositionen (GOP) im EBM veranlasst.

02.12.2020