Tonsillotomie nun über den EBM abrechnungsfähig

Ende der erfolgreichen Tonsillotomie-Verträge

Seit dem Jahr 2010 konnten im Land Brandenburg Kleinkinder mit vergrößerten Gaumenmandeln neben der im GKV-Leistungskatalog enthaltenen Tonsillektomie auch die schmerz- und risikoärmere Tonsillotomie auf der Grundlage von Verträgen mit einzelnen Krankenkassen in Anspruch nehmen.

 

Zwischenzeitlich hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss von den Vorteilen der Methode überzeugt und entschieden, dass diese Möglichkeit allen GKV-versicherten Kindern eröffnet werden soll. Durch den Beschluss des Bewertungsausschusses vom 19.06.2019 werden mit Wirkung ab 01.07.2019 die nachfolgend gelisteten GOP zum OPS-Kode 5-281.5 als anerkannte Untersuchungs- und Behandlungsmethode abrechnungsfähig (Kategorie N2):

 

Operationsleistung:        GOP 31232 / 36232
ÜberwachungGOP 31504 / 36504
NachbehandlungGOP 31658 / 31659
NarkoseGOP 31822 / 36822

          

Zum Zeitpunkt der Abrechnungsfähigkeit lt. EBM (01.07.2019) enden automatisch die zur Durchführung einer Tonsillotomie geschlossenen Verträge mit

  • der BARMER
  • der KKH
  • der AOK Nordost
  • der IKK Brandenburg und Berlin
  • der KNAPPSCHAFT und
  • der NOVITAS BKK.

Die SNRn 92070 bis 92075 (Operationsleistung), 92076 bis 92081 (Anästhesie) und 92082 bis 92083 (Nachbetreuung) sind damit nicht mehr abrechnungsfähig.

 

Die o.g. Krankenkassen – mit Ausnahme der Novitas BKK - haben inzwischen zugesichert, die Nachbetreuung von Patienten, die vor dem 01.07.2019 operiert wurden, im III. Quartal 2019 noch gemäß Vereinbarung zu vergüten.

 

 

22.07.2019