Übergangsfrist für eAU vereinbart

Die KV Brandenburg hat gemeinsam mit den anderen KVen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung eine Übergangsregelung für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) erreicht.

 

Diese sieht vor, dass Vertragsärzte übergangsweise das alte Verfahren weiterhin anwenden können, solange die notwendigen technischen Voraussetzungen in ihrer Praxis hierzu noch nicht zur Verfügung stehen. Die Übergangsregelung gilt bis 31. Dezember 2021. Bis dahin ist auch die Nutzung des „gelben Scheins“ (Muster 1) noch möglich.

 

Dennoch startet die eAU wie geplant am 1. Oktober. Praxen, die zum Starttermin über die technischen Voraussetzungen verfügen, sollen selbstverständlich die eAU nutzen.

 

Nach den Plänen des Gesetzgebers wird die eAU in zwei Schritten eingeführt: Ab 1. Oktober übermitteln Haus- und Fachärzte Krankschreibungen elektronisch an die Krankenkassen. Sie händigen ihren Patienten aber weiterhin je einen Papierausdruck für den Arbeitgeber und die eigenen Unterlagen aus. Die zweite Stufe beginnt am 1. Juli 2022: Ab dann übermitteln die Krankenkassen die AU-Bescheinigung auch an die Arbeitgeber. Patienten erhalten von Ihnen nur noch auf Wunsch einen Papierausdruck oder einen Eintrag in die elektronische Patientenakte.

 

Als ambulant tätige Ärzte sind Sie die tragende Säule der Impfkampagne und des Kampfes gegen die Corona-Pandemie. Deshalb ist es gut und richtig, dass es nun diese Übergangsregelung gibt und diese Ihnen mehr Zeit verschafft. Wir bitten Sie dennoch, sich jetzt auf die Umstellung vorzubereiten. Unter anderem benötigen Sie dafür unbedingt einen KIM-Dienst (E-Mail Dienst in der TI). Wenden Sie sich bei Fragen am besten an Ihren Systembetreuer.

 

 

17.08.2021