Unfallversicherung: Gebühr für Überweisung wird weiterhin gezahlt

Seit 1. Januar 2019 müssen Ärzte für die Überweisung eines Unfallverletzten an einen Durchgangsarzt, HNO-Arzt, Augen- oder Hautarzt kein Formular mehr ausfüllen. Der Überweisungsvordruck „Formtext F2900“ wurde ersatzlos gestrichen.

 

Dass der Arzt den Unfallverletzten zu einem Durchgangsarzt, HNO-Arzt, Augen- oder Hautarzt schickt, wird dem Arzt aber weiterhin vergütet. Diese Vergütung erfolgt wie bisher über die Gebührennummer 145 der für die Unfallversicherung geltenden Gebührenordnung UV-GOÄ. Ärzte geben die Gebührennummer bei ihrer direkten Abrechnung mit dem Unfallversicherungsträger des Patienten an.

 

Jeder Vertragsarzt darf Unfallverletzte nach Arbeits- oder Wegeunfällen behandeln. Dabei ist zu beachten, dass Unfallverletzte mit isolierten Augenverletzungen oder Hals-, Nasenund Ohrenverletzungen direkt einem entsprechenden Facharzt vorzustellen sind.

 

Der Arzt hält den Unfallverletzten an, sich unverzüglich einem Durchgangsarzt vorzustellen, wenn

  • über den Unfalltag hinaus zur Arbeitsunfähigkeit führt oder
  • die notwendige ärztliche Behandlung voraussichtlich über eine Woche andauert oder
  • Heil- und Hilfsmittel zu verordnen sind oder
  • es sich um eine Wiedererkrankung aufgrund von Unfallfolgen handelt.

 

 

17.07.2019