G-BA plant Aussetzung des QS-Verfahrens Wundinfektion

Das Plenum des Gemeinsamen Bundesausschusses hat in seiner Sitzung am 15. Oktober 2020 das beschlussvorbereitende Stellungnahmeverfahren zur geplanten Aussetzung des QS-Verfahrens „Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen“ eingeleitet.

 

Das Erprobungsverfahren startete bereits 2017 mit erheblichen Schwierigkeiten, auf die die KBV mehrfach hingewiesen hatte. Nun hat das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) ebenfalls umfangreichen Weiterentwicklungs- und Anpassungsbedarf festgestellt. Um Akzeptanzverlust zu vermeiden und die Überarbeitungen nicht im laufenden Verfahren umzusetzen, soll die einrichtungsbezogene QS-Dokumentation für das Erfassungsjahr 2020 ausgesetzt werden.

 

Zu dieser geplanten Änderung der Richtlinie haben das Robert Koch-Institut (RKI) sowie der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) Gelegenheit, sich in dem vierwöchigen Stellungnahmeverfahren zu positionieren. Im Anschluss ist davon auszugehen, dass das Verfahren wahrscheinlich mit Beschluss im Dezember für ein Kalenderjahr ausgesetzt wird.

 

 

25.11.2020