Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie Arthroskopie neu gefasst

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Neufassung der Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie Arthroskopie (QBA-RL) beschlossen. Demnach werden im kommenden Jahr die seit 1. Juli 2018 ausgesetzten Stichprobenprüfungen für den Bereich Arthroskopie wieder aufgenommen.

 

Die Stichprobenprüfung im Bereich der arthroskopischen Operationen am Knie- oder Schultergelenk findet auch künftig auf Grundlage des Operationsberichtes und der während der Operation erstellten Bilddokumentation statt. Wenn aus diesen Unterlagen eine Beurteilung anhand der definierten Beurteilungskriterien nicht möglich ist, können vom Arzt weitere Unterlagen angefordert werden. Ärzte, die erstmals eine Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung arthroskopischer Leistungen erhalten haben, werden innerhalb der ersten zwölf Monate nach Erhalt der Genehmigung im Rahmen der Stichprobenprüfung überprüft.

 

Gegenstand der Qualitätsprüfung sind die Aspekte der fachgerechten Indikationsstellung, der fachgerechten und nachvollziehbaren Durchführung der arthroskopischen Operation und die Zuordnungsfähigkeit der schriftlichen und bildlichen Dokumentation zum betreffenden Patienten.

 

Die Beurteilungskriterien für die Überprüfung basieren auf den Angaben, die regelhaft Gegenstand des Operationsprotokolls und der Bilddokumentation sind. Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme: Zukünftig müssen der präoperative Befund und die Verdachtsdiagnose oder Diagnose mit Seitenangabe auch im Operationsprotokoll festgehalten werden.

 

Die Pseudonymisierung der patientenbezogenen Daten erfolgt durch die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg. Dem Arzt entsteht somit kein zusätzlicher Aufwand für die Sicherstellung des Datenschutzes im Rahmen der Qualitätsprüfung.

 

Derzeit wird die neugefasste Richtlinie durch das Bundesgesundheitsministerium geprüft. Nach erfolgter Nichtbeanstandung und Veröffentlichung im Bundesanzeiger, tritt die QBA-RL voraussichtlich zum 1. Januar 2020 in Kraft.

 

KBV-Praxisinfo Arthroskopie: Was Praxen für 2020 wissen müssen

 

 

 

 

13.12.2019