Zweite Meinung nun auch vor geplanten Schulterarthroskopien

Patienten haben jetzt auch vor einer Schulterarthroskopie das Recht, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Zweitmeinungs-Richtlinie entsprechend ergänzt.


Die Genehmigung, Zweitmeinungsleistungen zu planbaren Schulterarthroskopien abzurechnen, können Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie für Physikalische und Rehabilitative Medizin (oder Ärzte mit den Bezeichnungen „Orthopädie“ oder „Chirurgie mit Schwerpunkt Unfallchirurgie“ nach älterem Weiterbildungsrecht) ab sofort bei der KV Brandenburg beantragen.


Die Zweitmeinung umfasst die Durchsicht vorliegender Befunde des behandelnden Arztes und ein Anamnesegespräch. Hinzu kommen ärztliche Untersuchungen, sofern sie zur Befunderhebung und Überprüfung der Indikationsstellung zwingend erforderlich sind. Die Vergütung ist für alle Zweitmeinungsverfahren unabhängig vom jeweiligen Eingriff gleich. Sie erfolgt vorerst befristet bis Ende 2021 für alle Leistungen extrabudgetär.

 

Weitere Informationen, insbesondere zur Vergütung, erhalten interessierte Ärztinnen und Ärzte in der von der KBV aktualisierten Praxisinformation „Zweite Meinung vor Operationen

19.03.2020