Corona Sonderregelungen und ihre Gültigkeiten (Update)

Um Vertragsärzte und -psychotherapeuten in der Coronakrise zu entlasten und um eine Ausbreitung des COVID-19-Virus zu verhindern, wurden zahlreiche Sonderregelungen beschlossen.

 

Nachfolgend finden Sie alle Regelungen unter Angabe ihrer Geltungsdauer aufgelistet:

 

Sonderregelung

Inhalt

gilt bis:

AU-Bescheinigung per
Telefon

Telefonische AU-Bescheinigung von bis zu 7 Tagen, mit der Option einer einmaligen Verlängerung um weitere 7 Tage.

Auch die Ausstellung von Muster 21 (Erkrankung eines Kindes) ist wieder möglich.

31. Dezember 2020

Unbegrenzte

Videosprechstunde

Die Begrenzungsregelungen für die Videosprechstunde von 20% wurden ausgesetzt.

verlängert bis

31. Dezember 2020

Videosprechstunde: Weitere spezielle Regelungen für Psychotherapeuten

Psychotherapeutische  Sprechstunden und probatorische Sitzungen sind per Video-sprechstunde möglich.

verlängert bis

31. Dezember 2020

Umwandlung von Gruppentherapie in der Psychotherapie

Umwandlung von Gruppentherapie in Einzeltherapie ohne gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse möglich.

verlängert bis                               31. Dezember 2020

Sozialpsychiatrie:

Funktionelle Entwicklungs-therapie per Video möglich

Die sozialpsychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist auch per Videosprechstunde möglich (GOP 14223 EBM).

verlängert bis                               31. Dezember 2020

Kontrolluntersuchungen und Schulungen für DMP-Patienten dürfen ausfallen

Quartalsbezogene Kontrolluntersuchungen und Schulungen müssen nicht durchgeführt  werden, wenn es medizinisch vertretbar ist.

verlängert bis                               31. Dezember 2020

Heilmittel-Verordnungen

Eine Heilmitteltherapie muss erst innerhalb von 28 Tagen nach Verordnungsdatum beginnen.

31. Dezember 2020

Fortbildungen

Vereinzelt Übergangsregelungen z. B. in Bezug auf Anforderung und Fristen geschaffen.

31. Dezember 2020

Substitutionsbehandlung

Das therapeutische Gespräch zur Substitutionsbehandlung kann im Rahmen einer Videosprechstunde durchgeführt werden.

31. Dezember 2020

Substituierende Ärzte haben die Möglichkeit, bei der Behandlung von Opioidabhängigen von den Vorgaben der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung abzuweichen.

31. März 2021

Qualitätssicherungs-Maßnahmen

Die KV können bestimmte Qualitätssicherungs-Maßnahmen weiterhin aussetzen.

längstens bis

31. März 2021

Arzneimittelabgabe

Austauschmöglichkeiten ausgeweitet: Sofern das abzugebende Arzneimittel in der Apotheke nicht vorrätig oder lieferbar ist, kann ein anderes wirkstoffgleiches Arzneimittel abgegeben werden.

längstens bis

31. März 2021

Untersuchungszeiträume ab U6 für die U-Untersuchungen ausgesetzt

Für die U6, U7, U7a, U8 und U9 sind die Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten ausgesetzt.

verlängert –

voraussichtlich bis

31. März 2021

(solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt – und bis zu drei Monate darüber hinaus)

Notfallplan der Dialyse-Versorgung

Patienten, deren Dialyse-Ärzte oder Einrichtungen aus Gründen von Krankheit oder des Infektionsschutzes nicht weiterarbeiten können, können problemlos von anderer Praxis übernommen werden.

verlängert bis

31. März 2021

Verordnungen im Entlass-management bis zu 14 Tage

möglich

Verordnungen nach einer stationären Behandlung dürfen durch das Krankenhaus, für bis zu 14 Tage ausgestellt werden (Arzneimittel alle Packungsgrößen).

solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt

Krankentransporte zur ambulanten Behandlung genehmigungsfrei

Krankentransporte von COVID-19 Patienten und Patienten die nach behördlicher Anordnung unter Quarantäne stehen, sind genehmigungsfrei.

solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt

Extrabudgetäre Vergütung für alle COVID-19-Leistungen

Alle ärztlichen Leistungen im Zusammenhang mit einem klinischen Verdacht oder einer nachgewiesenen Corona-infektion, werden in voller Höhe vergütet (Kennzeichnung mit 88240).

unbegrenzt

 

Ausgelaufene Sonderregelungen:

 

Lockerungen bei Verordnung

Hilfsmittel:

Aussetzen der Frist von 28 Tagen in dem die Hilfsmittelverordnung aufgenommen werden muss

30. Juni 2020

Häusliche Krankenpflege:

Rückwirkende Ausstellung von Folgeverordnungen bis zu 14 Tagen

Häusliche Krankenpflege:

Aussetzen der Beschränkung für die Dauer der Erstverordnung und

aussetzen der Regelung einer medizinischen Begründung bei länger andauernder häuslicher Krankenpflege

31. Mai 2020

Für Versicherte:
Versicherte haben statt 3 nun 10 Arbeitstage Zeit, Verordnungen bei ihrer Krankenkasse einzureichen.

30. Juni 2020

Ausweitung Telefon-konsultationen

Die GOP 01433 oder 01434 EBM für die telefonische Konsultation aller Fachgruppen im Zusammenhang mit der GOP 01435 EBM.

30. Juni 2020

Verordnungen nach telefonischer Anamnese

Verordnungen bei bekannten Patienten nach telefonischer Anamnese möglich.

30. Juni 2020

Erstattung von Portokosten für Folgerezepte, Verordnungen und Überweisungen

Versand von Folgerezepte, Verordnungen und Überweisungen an bekannte Patienten werden mit GOP 40122 EBM (90 Cent) erstattet.

30. Juni 2020

Versorgung ohne Einlesen der Versichertenkarte

Bei telefonischer Konsultation (bekannter Patienten), Videosprechstunde (bekannter und unbekannter Patienten) und Folgerezepte, Folgeverordnungen, Überweisungen (bekannter Patienten) muss die Versichertenkarte nicht eingelesen werden.

30. Juni 2020

 

 

Wir bitten Sie, für alle Regelungen, auch die aktuellen Veröffentlichungen auf dieser Website zu verfolgen.

 

 

16.10.2020