Corona Sonderregelungen und ihre Gültigkeiten (Update)

Stand 02.11.2020

Um Vertragsärzte und -psychotherapeuten in der Coronakrise zu entlasten und um eine Ausbreitung des COVID-19-Virus zu verhindern, wurden zahlreiche Sonderregelungen beschlossen.

 

Nachfolgend finden Sie alle Regelungen unter Angabe ihrer Geltungsdauer aufgelistet:

 

Sonderregelung

Inhalt

gilt bis:

Ausweitung Telefon-konsultationen bei bekannten Patienten

Die GOP 01433/01434 EBM für die

telefonische Konsultation im Zusammenhang mit der GOP 01435 EBM bzw. VP/GP.

31. Dezember 2020

AU-Bescheinigung per
Telefon

Telefonische AU-Bescheinigung von bis zu 7 Tagen, mit der Option einer einmaligen Verlängerung um weitere 7 Tage.

Auch die Ausstellung von Muster 21 (Erkrankung eines Kindes) ist wieder möglich.

31. Dezember 2020

Portokostenpauschale bei telefonischen Verordnungen

Die GOP 88122 (90 ct) ist für den Versand von Verordnungen nach telefonischer Anamnese bei bekannten Patienten berechnungsfähig.

31. Januar 2021

Verordnungen nach telefonischer Anamnese

Verordnungen bei bekannten Patienten nach telefonischer Anamnese möglich.

31. Januar 2021

Unbegrenzte

Videosprechstunde

Die Begrenzungsregelungen für die Videosprechstunde von 20% wurden ausgesetzt.

verlängert bis

31. Dezember 2020

Videosprechstunde: Weitere spezielle Regelungen für Psychotherapeuten

Psychotherapeutische  Sprechstunden und probatorische Sitzungen sind per Video-sprechstunde möglich.

verlängert bis

31. Dezember 2020

Umwandlung von Gruppen-therapie in der Psychotherapie

Umwandlung von Gruppentherapie in Einzeltherapie ohne gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse möglich.

verlängert bis                               31. Dezember 2020

Videobehandlung bei bestimmten veranlassten Leistungen möglich

Inbegriffene Leistungen: Psychiatrische häusliche Krankenpflege, Soziotherapie, Heilmittel

31. Januar 2021

Kontrolluntersuchungen und Schulungen für DMP-Patienten dürfen ausfallen

Quartalsbezogene Kontrolluntersuchungen und Schulungen müssen nicht durchgeführt werden, wenn es medizinisch vertretbar ist.

verlängert bis                               31. Dezember 2020

Heilmittel-Verordnungen

Eine Heilmitteltherapie muss erst innerhalb von 28 Tagen nach Verordnungsdatum beginnen.

31. Dezember 2020

Verordnungen verlieren nicht ihre Gültigkeit, wenn die Behandlung länger als 14 Tage unterbrochen wird.

31. Januar 2021

Fortbildungen

Vereinzelt Übergangsregelungen z. B. in Bezug auf Anforderung und Fristen geschaffen.

31. Dezember 2020

Substitutionsbehandlung

Das therapeutische Gespräch zur Substitutionsbehandlung kann im Rahmen einer Videosprechstunde durchgeführt werden.

31. Dezember 2020

Substituierende Ärzte haben die Möglichkeit, bei der Behandlung von Opioidabhängigen von den Vorgaben der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung abzuweichen.

31. März 2021

Qualitätssicherungs-Maßnahmen

Die KV können bestimmte Qualitätssicherungs-Maßnahmen weiterhin aussetzen.

längstens bis

31. März 2021

Arzneimittelabgabe

Austauschmöglichkeiten ausgeweitet: Sofern das abzugebende Arzneimittel in der Apotheke nicht vorrätig oder lieferbar ist, kann ein anderes wirkstoffgleiches Arzneimittel abgegeben werden.

längstens bis

31. März 2021

Untersuchungszeiträume ab U6 für die U-Untersuchungen ausgesetzt

Für die U6, U7, U7a, U8 und U9 sind die Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten ausgesetzt.

verlängert –

voraussichtlich bis

31. März 2021

(solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt – und bis zu drei Monate darüber hinaus)

Notfallplan der Dialyse-Versorgung

Patienten, deren Dialyse-Ärzte oder Einrichtungen aus Gründen von Krankheit oder des Infektionsschutzes nicht weiterarbeiten können, können problemlos von anderer Praxis übernommen werden.

verlängert bis

31. März 2021

Verordnungen im Entlass-management bis zu 14 Tage
möglich

Verordnungen nach einer stationären Behandlung dürfen durch das Krankenhaus, für bis zu 14 Tage ausgestellt werden (Arzneimittel alle Packungsgrößen).

solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt

Krankentransporte zur ambulanten Behandlung genehmigungsfrei

Krankentransporte von COVID-19 Patienten und Patienten die nach behördlicher Anordnung unter Quarantäne stehen, sind genehmigungsfrei.

solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt

Extrabudgetäre Vergütung für alle COVID-19-Leistungen

Alle ärztlichen Leistungen im Zusammenhang mit einem klinischen Verdacht oder einer nachgewiesenen Corona-infektion, werden in voller Höhe vergütet (Kennzeichnung mit 88240).

unbegrenzt

Lockerungen bei Verordnung

Hilfsmittel:

Aussetzen der Frist von 28 Tagen in dem die Hilfsmittelverordnung aufgenommen werden muss

31. Januar 2021

 

Häusliche Krankenpflege:

Rückwirkende Ausstellung von Folgeverordnungen bis zu 14 Tagen

Häusliche Krankenpflege:

Aussetzen der Beschränkung für die Dauer der Erstverordnung und aussetzen der Regelung einer medizinischen Begründung bei länger andauernder häuslicher Krankenpflege

Für Versicherte:
Versicherte haben statt 3 nun 10 Arbeitstage Zeit, Verordnungen bei ihrer Krankenkasse einzureichen.

 

Wir bitten Sie, für alle Regelungen, auch die aktuellen Veröffentlichungen auf dieser Website zu verfolgen.

 

 

03.11.2020