Covid-19 Dokumentationslast beim Boostern verringert

Die Bundesärztekammer hat darauf hingewiesen, dass die aufwendigere Dokumentation der Impfaufklärung bei Booster-Impfungen entfällt. Wenn die Aufklärung bei der ersten beziehungsweise zweiten Impfung durch dieselbe Ärztin, denselben Arzt oder dieselbe Einrichtung durchgeführt wurde und die zu impfende Person in der Praxis bekannt sei, kann darauf im Aufklärungsgespräch vor der Auffrischimpfung Bezug genommen werden.

 

Die Aufklärungsbögen vom Robert Koch-Institut beziehungsweise dem Deutschen Grünen Kreuz bleiben Informationsgrundlage. Praxen sollten ihre Patienten beispielsweise bei der Terminvereinbarung oder durch Praxisaushänge darauf hinweisen. Auf eine Aushändigung der Bögen kann laut Bundesärztekammer bei einer mündlichen Aufklärung verzichtet werden. Eine Aushändigung ist selbstverständlich weiterhin ebenso möglich wie die Beibehaltung der Formularaufklärung bei Booster-Impfungen. Die mündliche Aufklärung ist in der Patientenakte festzuhalten.

 

Kurze Anamnese auch beim Boostern

Als Standard gilt jedoch auch bei Booster-Impfungen eine kurze Anamnese zu (1) Nebenwirkungen beziehungsweise Impfkomplikationen bei den vorausgehenden Impfungen und (2) in der Zwischenzeit aufgetretenen, neuen Erkrankungen, aus denen sich gegebenenfalls eine Kontraindikation für die Wiederholungsimpfung ergeben kann.

 

Bei bekannten Vorerkrankungen ist zudem gegebenenfalls eine erneute Risiko-Nutzen-Abwägung vor der Wiederholungsimpfung vorzunehmen, bei der insbesondere auch über zwischenzeitlich neu bekannt gewordene Nebenwirkungen beziehungsweise Impfkomplikationen aufzuklären ist, wie die Bundesärztekammer betont.

 

 

10.12.2021