COVID-19-Genesene: Dokumentation der Einmalimpfung

Wie die einmalige COVID-19-Impfung bei Corona-Genesenen zu dokumentieren ist, dazu hat sich das Bundesgesundheitsministerium (BMG) jetzt in wichtigen Fragen positioniert:

 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen, die eine PCR-gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, eine Einmalimpfung nach mindestens sechs Monaten. Wie wird das im Impfpass dokumentiert, damit es als vollständige Impfserie akzeptiert wird?

 

Im Impfpass sollten laut BMG sowohl der PCR-Nachweis über die Infektion als auch die Impfung vermerkt werden.

 

Im aktuellen gelben Impfpass gibt es einen Abschnitt „Durchgemachte Infektionskrankheiten“. Neben möglichen Einträgen zu Masern, Mumps und Varizellen, empfiehlt das BMG die vorhandene Leerzeile für den Eintrag der PCR-bestätigten SARS-CoV-2-Infektion oder COVID-19-Erkrankung zu nutzen.

 

Ältere Impfpässe haben diese Rubrik nicht. Das BMG empfiehlt in diesem Fall, einen Zettel in den Impfpass einzufügen – idealerweise eingeheftet und in Nähe der dokumentierten COVID-19-Impfung. Darauf sollten folgende Informationen enthalten sein:

  • PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektion oder COVID-19-Erkrankung
  • Datum der PCR
  • Unterschrift und Stempel der ausstellenden Stelle (Praxis/Gesundheitsamt)

Die Dokumentation kann jederzeit erfolgen. Liegt der zu impfenden Person ein PCR-Nachweis vor, sollte dieser zum Impftermin mitgebracht werden.

 

Wie wird verfahren, wenn kein PCR-Test vorgenommen wurde oder Genesene das Ergebnis nicht zur Hand haben?

 

Wurde kein PCR-Test durchgeführt, gelten dieselben Empfehlungen wie bei Personen, die nie an COVID-19 erkrankt waren.

 

Achtung: Ein Antikörpernachweis wird nicht als ausreichender Nachweis für eine überstandene CO-VID-19-Erkrankung erachtet, da:

  • die nachgewiesenen Antikörper nicht immer neutralisierend sind,
  • Epitopspezifische Antikörpertests nicht das ganze Spektrum der induzierten Antikörper abbilden können,
  • kein sicheres Korrelat zwischen Antikörper-Titerhöhe und Immunität besteht
  • gängige Antikörpernachweise auch kreuzreaktiv zu Antikörpern gegen andere, endemische Coronaviren sein können
  • der Antikörpernachweis keinen Rückschluss auf den Zeitpunkt der Infektion zulässt
  • ein negativer Antikörpertest eine Immunität auch nicht ausschließen kann

Wer sein PCR-Testergebnis nicht mehr hat, kann es dem BMG zufolge erneut bei der durchführenden Stelle anfordern.

 

Werden die Einmalimpfung nach SARS-CoV-2-Infektion/COVID-19-Erkrankung sowie das heterologe Impfschema auch international anerkannt? Gibt es eine Liste von Ländern, die dies als vollständige COVID-19-Schutzimpfung anerkennen?

 

Die Abstimmungen, welche Impfschemata auf internationaler Ebene anerkannt werden, sind laut BMG noch nicht abgeschlossen. Insofern gibt es auch noch keine Listen von Ländern, die bestimmte Impfschemata anerkennen oder nicht anerkennen oder Ausschlusskriterien hinsichtlich der Impfabstände.

01.06.2021