Der digitale Impfnachweis im Land Brandenburg – Fragen und Antworten

Allgemeine Fragen rund um digitalen Impfnachweis beantwortet das Bundesgesundheitsministerium

 

Warum beteiligt sich die KVBB an dem Feldtest?

Die KV Brandenburg beteiligt sich an der Pilotierung des „Digitalen Impfnachweises“ um eine möglichst einfache und praktikable Lösung zur Erstellung des Nachweises in Ihren Praxen (bzw. Praxisverwaltungssystemen) zu finden.

 

Was wird getestet?

Seit dem 27. Mai wird die Erstellung des Impfnachweises mit Hilfe eines Praxisverwaltungssystems der Firma Gradient erprobt (Feldtest). An diesem Beispiel soll die Integration in die Software und dem Ablauf in der Praxis (hier Impfzentrum) erprobt werden. Insbesondere sollen auch die Technik, die Zuverlässigkeit und die erforderliche Zeit für diesen Arbeitsschritt geprüft werden – die „Kinderkrankheiten“ sollen vor einem flächendeckenden Einsatz gefunden und behoben werden.

 

Wo wird getestet?

Aktuell findet der Feldtest ausschließlich im Impfzentrum Potsdam statt.

 

Wann geht der Test- und den Regelbetrieb über?

Es wird noch einige Tagen dauern, bevor wir regelhaft diesen neuen Impfnachweis ausstellen werden (auch im Impfzentrum Potsdam werden aktuell Impfnachweise nicht regelhaft ausgestellt). Wir sind in einer Testphase! Die endgültige Freigabe soll durch das BMG im Juni erfolgen. Wir gehen von einer regelhaften Ausgabe in Impfzentren (der KVBB) noch im Juni (vor den Ferien) aus, sind aber auf die Freigabe des BMG angewiesen.

 

Wie erhalten bereits vollständig geimpften Personen ihren persönlichen Nachweis?

Es ist geplant, alle Bürgerinnen und Bürger, die bereits in einem Impfzentrum des Landes vollständig geimpft wurden, per Post die Impfnachweise zuzusenden. Die Ausstellung eines digitalen Impfausweises sollen auch die Apotheken durchführen. Diese können bald auf Grundlage des „gelben Impfbuches“ den digitalen Nachweis nachträglich erstellen. Diese Möglichkeit besteht natürlich auch für Ärzte, die für Patienten Ihre Kollegen (vertretungsweise) Nachweise erstellen wollen. Die bisherigen Impfbescheinigungen und Nachweise (z.B. das gelbe Buch) behalten (uneingeschränkt) ihre Gültigkeit.

 

Wann kommt der digitale Impfnachweis in die Arztpraxen?

An der Umsetzung in den Arztpraxen wird gearbeitet. Es sollen mehrere technische Lösungen angeboten, die sich hinsichtlich des Integrationsgrades in die IT der Praxis unterscheiden. Die Integration der Impfnachweisfunktion in die PVS wird vermutlich bis Ende Juli dauern. Die Übergangslösungen ohne Integration (mit separater Dateneingabe) werden eher verfügbar sein.

 

Benötige ich ein Smartphone, um den digitalen Impfausweis nutzen zu können?

Der neue „digitale Impfausweis“ ist ein Papier-Nachweis, der die Impfinformationen zusätzlich in einem Barcode enthält. Dieser Barcode soll den Prüfvorgang z.B. am Flughafen vereinfachen – das Sicherheitspersonal scannt den Barcode und die Prüfapp zeigt den Impfstatus an. Ich muss nicht mehr mein Impfbuch (mit weiteren vertraulichen Daten) aus der Hand geben. Eine App oder ein Smartphone wird daher nicht benötigt.

 

Sollte ich aber den Papiernachweis nicht mit mir führen wollen, kann ich z.B. mit der Corona Warn App meinen Impfnachweis auf mein Handy laden. In diesen Fall zeige ich am Flughafen die App mit dem Barcode vor.

 

Wer verantwortet das Projekt?

Das Projekt ist ein Projekt des Bundesgesundheitsministeriums. Im Rahmen einer Ausschreibung wurde der Technologiepartner IBM ausgewählt. Betrieben wird das System rechtlich vom RKI.

 

Die rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich aus den EU-Vorgaben hierzu. Die Umsetzung in deutsches Recht erfolgt durch die Anpassung des Infektionsschutzgesetztes und der Impfverordnung in den nächsten Tagen. In dieser Übergangsphase müssen die Bürgerinnen und Bürge noch ausdrücklich der Erstellung des Impfnachweises zustimmen.

31.05.2021