Fragen und Antworten zum Krankenkassen-Navigator

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Was ist der Krankenkassen-Navigator?

Der Krankenkassen-Navigator ist ein Online-Bewertungsportal, auf dem niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten gesetzliche Krankenkassen bewerten und ihre Erfahrungen aus der Zusammenarbeit schildern können. Die Bewertungen fließen in ein Ranking der Krankenkassen ein, das öffentlich einsehbar ist. Es soll den Patienten die Orientierung erleichtern und den Krankenkassen zeigen, wie sie niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten die Arbeit erleichtern und damit die ambulante Versorgung verbessern können.

 

Wo finde ich den Navigator?

Sie finden den Krankenkassen-Navigator im Web-Auftritt der KBV unter www.krankenkassen-navigator.kbv.de.

 

Wer hat den Krankenkassen-Navigator entwickelt?

Den Krankenkassen-Navigator hat die KBV initiiert und umgesetzt.

 

Wem nützt der Krankenkassen-Navigator?

Der Nutzen ist mehrseitig: Ärzte und Psychotherapeuten erhalten eine Plattform, auf der sie ihre Zusammenarbeit mit den gesetzlichen Krankenkassen transparent machen können. Für die Krankenkassen ist der Navigator eine Art Spiegel. Sie erhalten eine Rückmeldung, wo die Kooperation mit den Niedergelassenen gut beziehungsweise nicht so gut klappt. Auch die KBV erhält Einblick in die geschilderten Probleme und kann gegebenenfalls aktiv an die Krankenkassen herantreten, um auf Bundesebene gemeinsam Lösungen zu finden und zu beschließen. Letztendlich profitiert vor allem der Patient von einer effektiven Zusammenarbeit zwischen Arzt und Kasse. Bislang gibt es keine vergleichbare Einrichtung.

 

Wie ist das Portal des Krankenkassen-Navigators aufgebaut?

Auf der Internetseite des Krankenkassen-Navigators gibt es den Menüpunkt „Ergebnisse ansehen“, unter dem alle Bewertungen, Kommentare, Stellungnahmen und Rankings von jedermann einsehbar sind.

Der Menüpunkt „Bewertung abgeben“ führt Ärzte und Psychotherapeuten zu den Rubriken und Fragen, anhand derer sie einzelne Krankenkassen oder die Krankenkassen im Allgemeinen bewerten können. Außerdem gibt es die „Aktuelle Umfrage“ zu wechselnden aktuellen Themen, an der ebenfalls Ärzte und Psychotherapeuten teilnehmen können.

 

Welche Ergebnisse und Bewertungen kann man abrufen?

Unter „Krankenkassen von A-Z“ sind alle gesetzlichen Krankenkassen in einer Gesamtwertung über alle Rubriken aufgelistet. Zusätzlich sind über „Krankenkassen-Ranking“ die zehn durch Niedergelassene am besten und am schlechtesten bewerteten gesetzlichen Krankenkassen zu sehen. Durch Klicken auf eine Kasse gelangt der Nutzer zu einer Übersicht aller Bewertungen, Kommentare und Stellungnahmen zu dieser Krankenkasse. Im Unterpunkt „Allgemeine Kommentare“ finden sich die Freitexteingaben, die keiner speziellen Kasse zugeordnet sind.

 

Wer kann die Ergebnisse ansehen?

Die Ergebnisse sind öffentlich und für jedermann einsehbar – nicht nur für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten.

 

Wer kann die Kassen bewerten?

Nur Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten können Bewertungen abgeben oder jeweils an der „Aktuellen Umfrage“ teilnehmen. Sie müssen sich vorher mit ihrer lebenslangen Arztnummer (LANR) registriert haben.

 

 

Warum können Patienten keine Bewertungen abgeben?

Der Krankenkassen-Navigator sammelt die Erfahrungen der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten. Von vielem, was Ärzte außerhalb der Sprechzeit mit den gesetzlichen Krankenkassen zu tun haben, erfahren die Patienten bislang kaum etwas. Das Portal soll beispielsweise öffentlich machen, in welchem Umfang Anfragen und Formulare der Kassen Ärzten und Psychotherapeuten Zeit kosten, die dann für die Patientenversorgung fehlt.

 

Wie funktioniert die Bewertung?

Die Bewertung erfolgt in fünf Themenfeldern: Therapiefreiheit, Bürokratie, Regresse, Selektivverträge sowie Service und Information. Je Themenfeld gibt es bis zu drei spezifische Fragen, zu denen Schulnoten vergeben werden können. Die Eingabe auf die vorgegebenen Fragen zu den fünf Themenfeldern wird sofort veröffentlicht und fließt direkt in die Ergebnisse ein, wenn die betreffende Krankenkasse durch mehr als zehn Nutzer bewertet wurde.

Ärzte und Psychotherapeuten können ihre Bewertungen und Kommentare für alle Rubriken oder auch nur für einzelne Rubriken abgeben.

Zusätzlich ist für jede Rubrik die Abgabe von Kommentaren in Freitextfeldern möglich. Zu diesen kann die bewertete Krankenkasse Stellungnahmen abgeben. Bei den Eingaben in den Freitextfeldern prüft die KBV vorab, ob sie den Nutzungsbedingungen entsprechen. Dieses Prüfverfahren erfolgt schnellstmöglich.

 

Welche Krankenkassen sind auf dem Portal aufgeführt und bewertet?

Alle in Deutschland vorhandenen gesetzlichen Krankenkassen sind eingetragen und können bewertet werden. Außerdem dürfen auch Kommentare zum GKV-Spitzenverband sowie zu den Krankenkassenverbänden abgegeben werden.

 

Was ist die „Aktuelle Umfrage“?

Zu aktuellen Themen, welche die gesetzlichen Krankenkassen betreffen, können Ärzte und Psychotherapeuten an regelmäßig wechselnden Umfragen teilnehmen. Ähnlich einem Stimmungsbarometer werden die Ergebnisse grafisch aufbereitet und veröffentlicht.

 

Welchen Einfluss hat die Anzahl der Bewertungen pro Kasse auf die Bewertungsnote?

Jede Krankenkasse muss zehn Bewertungen erhalten, bevor ihre Note im Portal veröffentlicht wird. Auch die Anzahl an Bewertungen ist dann sichtbar. Die Gesamtbewertung wird zunächst auf eine Ziffer nach dem Komma gerundet angezeigt. Um sich ein exakteres Ergebnis mit fünf Ziffern nach dem Komma anzeigen zu lassen, muss lediglich der Mauszeiger zur Schulnote geführt werden.

 

Wie wird Missbrauch verhindert?

Auf dem Portal können sich ausschließlich Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten registrieren, die über eine lebenslange Arztnummer (LANR) verfügen. Nach der Registrierung erhalten sie eine E-Mail, in der die Anmeldung bestätigt werden muss. Die KBV prüft stichprobenartig, ob die LANR mit der angemeldeten Person übereinstimmt.

Jeder Teilnehmer kann seine Bewertung für eine Krankenkasse nur einmal abgeben. Bei erneuter Eingabe durch denselben Nutzer wird das Ergebnis aktualisiert. Mehrfachbewertungen durch ein und dieselbe Person sind dadurch ausgeschlossen.

Die Freitexteingaben werden redaktionell kontrolliert, ob der Autor die Nutzungsbedingungen einhält. Erst danach werden die Texte veröffentlicht.

 

04.10.2012