Kostenübernahme bei Auslandsbehandlungen

Am 10. Juli 2014 wurde vom Brandenburger Landtag das Brandenburgische Patientenmobilitätsumsetzungsgesetz beschlossen. Der Landtag folgte damit der EU-Richtlinie 2011/24 über die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung.

 

Demnach werden für gesetzlich Versicherte die Kosten für die Auslandsbehandlung von der Krankenkasse bis zu der Höhe erstattet, die auch bei der entsprechenden Behandlung im Inland angefallen wären. Das Gesetz gilt nicht für Leistungen der Pflegeversicherung, die Zuteilung von und den Zugang zu Organen zum Zweck der Organtransplantation und für öffentliche Impfprogramme gegen Infektionskrankheiten.

 

Für deutsche Versicherte ist die Kostenübernahme bei Behandlungen im Ausland nicht neu, sondern bereits seit 2004 möglich. Mit der Umsetzung der Richtlinie erhalten sie nun jedoch ein Mehr an Service, denn in allen EUMitgliedsstaaten mussten bereits bis zum Herbst letzten Jahres nationale Kontaktstellen eingerichtet werden. Diese arbeiten europaweit zusammen und bieten den Patienten sowie den Akteuren im Gesundheitswesen Informationen rund um die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung.

 

Die nationale Kontaktstelle ist bei der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland (DVKA) angesiedelt und hat auf ihrer Internetseite unter www.dvka.de umfang-reiche Informationen für Patienten, Ärzte sowie Arbeitgeber bereitgestellt.

 

Die KV Brandenburg empfiehlt aber weiterhin allen Patienten, sich vor Reisebeginn bei der eigenen Krankenkasse zur Kostenübernahme bei Behandlungen im Ausland zu informieren.

 

 

 

 

 

27.10.2014