SARS-COV-2-Test: Bitte auf neue Indikationskriterien achten

Das RKI hat am 24.03.2020 die Einschlusskriterien für die Diagnostik wie folgt verändert:

 

Eine strenge Indikationsstellung, welcher Patient wirklich eine SARS-CoV-2 Testung benötigt, ist in Anbetracht der knappen Ressourcen aktuell immens wichtig. Nur so haben wir eine Chance,  die SARS-CoV-2 Testung für die Patienten zu ermöglichen, die sie wirklich benötigen !

 

Die Labore in Brandenburg haben ihre Kapazitätsgrenzen i.d.R. erreicht. Kapazitätserweiterungen sind nicht möglich. Am Markt sind weder Geräte, Reagenzien noch Verbrauchsmaterialien verfügbar. Abstrichtupfer für die PCR sind Mangelware und Nachlieferungen nicht in Sicht.

 

Damit die Labore weiter leistungsfähig sind, sind alle Zuweiser gefordert

  • Veranlassung Labordiagnostik nur nach RKI-Kriterien, bitte keine Wunschdiagnostik
  • nur 1 Abstrich pro Patient einzusenden (naso- oder oropharyngeal, ggf. auch beides mit dem gleichen Tupfer)

 

Weitere Hinweise:

Der Abstrichtupfer muss durch Mund oder Nase in den oberen Rachenraum eingeführt werden und dort mehrfach kräftig auf der Schleimhaut gedreht werden. Sofern die Probenentnahme nicht mit der erforderlichen Intensität erfolgt, gelangen keine Epithelzellen auf den Tupfer und das Untersuchungsergebnis fällt ggf. „falsch-negativ“ aus.

 

Auftragspakete mit mehr als 10 Proben bitte nur nach vorheriger Absprache an die Labore, ggf. telefonischer Anmeldung

 

Aktuell werden von den Apotheken „Schnelltests“ zum Nachweis von SARS-CoV-2 beworben. Diese liefern kein zuverlässiges Ergebnis und werden daher nicht von den gesetzlichen Kranklenkassen übernommen. Die derzeit auf dem Markt befindlichen „Schnelltests“ suchen nicht nach Erregern, sondern Antikörpern.

25.03.2020