Arzneimittelrezepte: Ersatzverordnungen, Updates und Dosierungsangabe

Ersatzverordnungen von Arzneimitteln werden ab dem 1. Juli 2020 über die Software gekennzeichnet. Damit muss eine erneute Verordnung, beispielsweise durch einen Arzneimittelrückruf, nicht mehr händisch mit dem Vermerk „Ersatzverordnung“ versehen werden. Dafür wird ein gesondertes Rezept benutzt, das für den Patienten zuzahlungsfrei bleibt und im Falle einer Wirtschaftlichkeitsprüfung als Praxisbesonderheit betrachtet wird.

 

Ebenfalls ab 1. Juli wird es ein 14-tägiges Update der Verordnungssoftware geben. Damit wird die Aktualisierungsfrequenz so wie in den Apotheken gestaltet und die Festlegung aus dem E-Health-Gesetz in die Praxis umgesetzt.

 

Auf dem Arzneimittelrezept muss ab 1. November 2020 die Dosierung angegeben oder aber gekennzeichnet werden, dass der Patient einen Medikationsplan bzw. eine Dosierungsanweisung erhalten hat. Die Verordnungssoftware wird diese verbindliche Angabe bereits ab dem 1. Oktober 2020 unterstützen. Die Angabe der Dosierung erfolgt dann hinter dem verordneten Produkt. Alternativ findet sich der Hinweis auf eine schriftliche Dosierungsanweisung durch das Kürzel >>Dj<< (Dosierungsanweisung: ja) ebenfalls am Ende der Verordnungszeile.

 

 

23.06.2020