Arzneimittelstatistiken (VOAM) ab dem 2. Quartal 2019 – Was ist neu?

Die Arzneimittel-Statistiken bilden die ab 1. April 2019 in Kraft getretene Prüfvereinbarung ab. Folgende Inhalte sind neu:

 

1. Für fachübergreifende Praxen (z.B. MVZ) wird für jede vertretene Arztgruppe ein Statistiksatz erstellt. Arztgruppen mit Überschreitungen des Richtwertvolumens ab 20% (in der Regel erfolgt dies in der Praxis aber erst ab 30% Überschreitung) können separat geprüft werden, ein Ausgleich innerhalb der fachübergreifenden Praxis findet nicht statt.

 

2. Wegen der Inkraftsetzung der Prüfvereinbarung zum 2. Quartal werden die Statistiken VOAM 1, 2 und 4 für das Jahr 2019 ausnahmsweise ab dem 2. Quartal kumuliert.Die Vorschriften der Prüfvereinbarung zu den Praxisbesonderheiten im Vorwegabzug sind durch viele Ausnahmebestimmungen leider wenig transparent. Daher werden diese Praxisbesonderheiten in der Statistik VOAM 5 (50 umsatzstärkste Standardaggregate) künftig durch Fettdruck der gesamten Zeile hervorgehoben. Dies soll Ihnen das Auffinden der für Sie relevanten Positionen erleichtern.

 

Sogenannte „Bundesweite Praxisbesonderheiten“ werden künftig blau gedruckt. Diese Praxisbesonderheiten werden nicht vorab bereinigt, sondern erst im Prüfverfahren patientenspezifisch berücksichtigt, wenn die Voraussetzungen für die Anerkennung vorgelegen haben. Näheres finden Sie hier.

 

4. Die Statistik VOAM 6 entfällt ab sofort. Das Feld mit der Angabe zur aut-idem-Quote wird ab dem 2. Quartal 2019 in der Statistik VOAM 7 dargestellt. Hier haben wir Ihre Wünsche nach einer „schlankeren“ Gestaltung aufgegriffen und umgesetzt.

 

5. Das Landesschiedsamt hat beschlossen, ab dem Jahr 2020 auch für folgende weitere Arztgruppen Richtwerte einzuführen:

  • Psychiater
  • Kinder- und Jugendpsychiater
  • Ärzte für Physikalische und Rehabilitative Therapie

Um diesen Arztgruppen den Umgang mit den Richtwerten und weiteren Arzneimittel-Statistiken zu erleichtern, werden bereits für das Jahr 2019 hypothetische VOAM-Statistiken erstellt. Die darin ausgewiesenen Richtwerte sind für 2019 rein rechnerisch auf der Basis von theoretischen Werten und haben keine Auswirkungen auf das Prüfgeschehen. Die dienen lediglich der „Gewöhnung“ an die Statistiken. (Erläuternde) Gespräche mit den in 2020 neu hinzukommenden Fachgruppen werden in den nächsten Wochen geführt.

 

 

 

28.08.2019