BMG: Praxen dürfen Restbestände an COVID-19-Impfstoff weitergeben

Arztpraxen dürfen ab sofort nicht mehr benötigte COVID-19-Impfstoffe weitergeben. Möglich ist eine Weitergabe an andere Vertragsärzte, an Privat- und Betriebsärzte sowie an Impfzentren und angegliederte mobile Impfteams, wenn diese in der Nähe tätig sind.

Die Regelung ist Teil der am 12. Juli in Kraft getretenen Allgemeinverfügung des Bundesgesundheitsministeriums zur Sicherstellung der flächendeckenden Verteilung von Impfstoffen gegen COVID-19. Sie soll verhindern, dass Impfstoffdosen verworfen werden müssen, etwa weil Patienten kurzfristig einen Impftermin absagen.

Bei der Weitergabe der Vakzine ist darauf zu achten, dass die Impfstoffe durchgehend zuverlässig und unter Einhaltung der Transportvorgaben, insbesondere für mRNA-Impfstoffe, transportiert werden. Ist ein Impfzentrum der Abnehmer, erhält dieses nur den Impfstoff, da die Zentren gesondert mit Spritzen und Kanülen beliefert werden.

 

Apotheken dürfen nicht zurücknehmen, können aber restliche Dosen aus dem Apothekerbestand verteilen

 

Lockerungen gibt es auch bei der Verteilung der Impfstoffe durch die Apotheken: Sie können – nachdem sie alle Bestellungen erfüllt haben – noch vorhandene Impfstoffe Vertrags-, Privat- und Betriebsärzten oder Impfzentren anbieten, die Impfstoffdosen benötigen. Dabei ist es egal, ob die Ärzte ihre wöchentliche Impfstoffmenge von dieser oder von einer anderen Apotheke beziehen.

16.07.2021