Krankenbeförderungen für Fahrten zum Impfzentrum

Vertragsärzte können  in begrenztem Umfang impfberechtigten und mobilitätsbeeinträchtigten Personen (GKV-Versicherte) eine Krankenfahrt zum nächsten erreichbaren Impfzentrum verordnen. Bitte nutzen Sie dafür das Muster 4.

 

In Anlehnung an die Krankentransport-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses  müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 für Patienten kann nicht durch ein mobiles Impfteam oder durch anderweitige Maßnahmen sichergestellt werden

und

  • es liegt eine Mobilitätsbeeinträchtigung vor.

Zu den Patienten mit entsprechender Mobilitätsbeeinträchtigung gehören:

  • Schwerbehinderte, deren Schwerbehindertenausweis ein Merkzeichen „aG" für außergewöhnliche Gehbehinderung, „BI" für Blindheit oder „H" für Hilflosigkeit enthält,
  • Pflegebedürftige, deren Pflegebescheid Pflegegrad 4 oder 5 ausweist, sowie Pflegebedürftige mit dem Pflegegrad 3, wenn bei ihnen eine dauerhafte Mobilitätsbeeinträchtigung vorliegt.

Diese Patienten müssen die Verordnung einer Krankenfahrt zum Impfzentrum mit einem Taxi oder Mietwagen ihrer Krankenkasse nicht zur Genehmigung vorlegen. Die Genehmigung gilt als erteilt. Sollten Fahrten zum Impfzentrum mit einem Krankentransportwagen notwendig sein, so müssen die Patienten die Verordnung vor Fahrtantritt genehmigen lassen.

 

Auf Nachfrage haben die Krankenkassen im Land Brandenburg eine Zusage in dem dargelegten Umfang gegeben.

29.01.2021