Muss ich für ein Folgerezept in die Praxis kommen? Nein

Ärzte dürfen in Ausnahmesituationen ihren Patienten Folgerezepte, Folgeverordnungen und Überweisungen per Post zusenden.

 

Voraussetzung ist, dass der Patient bei dem Arzt in Behandlung ist.

 

Für folgende Verordnungen ist dies ab sofort möglich:

  • Folgeverordnungen für Arzneimittel (einschließlich BtM-Rezepte)
  • Verordnung einer Krankenbeförderung (Muster 4)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10)Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12)
  • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13, Muster 14, Muster 18)

Da es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren.

 

Findet in dem Quartal ausschließlich ein telefonischer Arzt-Patienten-Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei.

 

Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich.

 

Für die telefonische Anforderung einer Folgeverordnung können Sie die GOP 01430 EBM abrechnen.

 

Sollte eine telefonische Beratung des Patienten ggf. vor Ausstellung einer Folgeverordnung oder Überweisung erforderlich sein, haben Sie die Möglichkeit statt der GOP 01430 EBM die GOP 01435 EBM abzurechnen.

 

Aufgrund des steigenden Bedarfs für nicht persönliche Arzt-Patienten-Kontakte  im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie hat der Bewertungsausschuss festgelegt, dass Ärzten die Portokosten für den Versand mit 90 Cent erstattet werden. Die Abrechnung erfolgt über die GOP 40122.

30.03.2020