Paxlovid kann ab sofort von Hausärzten bevorratet und abgegeben werden

Das oral anwendbare antivirale Medikament Paxlovid® zur Behandlung von COVID-19-Risikopatienten ist ab dem 25. Februar verfügbar und kann somit von den Vertragsärzten verordnet werden. Damit gibt es neben dem Arzneimittel Lagevrio® und den monoklonalen Antikörpern ein weiteres Präparat, das schwere Krankheits- und Todesfälle bei Risikopatienten verhindern kann.

 

 

Paxlovid kann ab sofort von Hausärzten bevorratet und abgegeben werden

Das oral anwendbare antivirale Medikament Paxlovid® zur Behandlung von COVID-19-Risikopatienten kann ab sofort von hausärztlich tätigen Vertragsärztinnen und Vertragsärzten in der Praxis bevorratet und an Patientinnen und Patienten im Bedarfsfall direkt abgeben werden.

 

Bestellung über die regelmäßige Bezugsapotheke mit Muster 16

Um das Medikament zu beziehen, stellen Vertragsärztinnen und Vertragsärzte eine Verordnung ohne Namensnennung auf dem Arzneimittelrezept (Muster 16) aus. Als Kostenträger geben sie, wie bei der Bestellung von COVID-19-Impfstoffen, das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem Institutionskennzeichen (IK) 103609999 an.

 

Bis zu fünf Therapieeinheiten bzw. Packungen je Arztpraxis können über die regelmäßige Bezugsapotheke auf diesem Wege zur Abgabe beschafft werden. Bei Abgabe an die Patientinnen und Patienten ist ein vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf seiner Internetseite zur Verfügung gestelltes Informationsblatt beizufügen. Nach Abgabe des Arzneimittels können in entsprechender Anzahl Nachbestellungen vorgenommen werden.

 

Leistungsvergütung und Abrechnung

Für den Aufwand im Zusammenhang mit der Abgabe dieser vom Bund beschafften Arzneimittel erhalten Ärztinnen und Ärzte befristet bis zum 30. September 2022 eine Vergütung in Höhe von 15 Euro je abgege-bener Packung. Unter Angabe der GOP 88125 ist monatlich – für die Monate August und September spätes-tens bis zum 31. Oktober 2022 – mit der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) abzurechnen.

 

Weitere Informationen: Praxisnachrichten der KBV

 

 

22.08.2022