Sonderregelungen für veranlasste Leistungen

Viele der bereits aus dem Frühjahr bekannten Sonderregelungen für veranlasste Leistungen sind nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) am 2. November 2020 wieder in Kraft getreten. Sie gelten zunächst bis einschließlich Januar 2021.

 

Folgeverordnungen dürfen nach telefonischer Anamnese ausgestellt und dem Versicherten per Post übersandt werden. Das gilt, wenn aufgrund derselben Erkrankung bereits zuvor eine persönliche Untersuchung durch den Arzt erfolgt ist. Um diese Leistungen geht es:

  • Häusliche Krankenpflege
  • Heilmittel
  • Hilfsmittel (Ausnahme: Seh- und Hörhilfen)
  • Krankenfahrten und Krankentransport – hier alle Verordnungen
  • Arzneimittel, wenn der Patient bei dem Arzt in Behandlung ist.

Für die häusliche Krankenpflege dürfen Folgeverordnungen nun auch rückwirkend für bis zu 14 Tage ausgestellt werden.

 

Eine Heilmitteltherapie kann innerhalb von 28 Tagen nach Verordnungsdatum begonnen werden – regulär wären es nach Heilmittel-Richtlinie 14 Tage. Verordnungen bleiben weiter gültig, auch wenn die Behandlung länger als 14 Tage unterbrochen wird.

 

Krankentransporte (nicht: Krankenfahrt im Taxi) zu einer ambulanten, nicht aufschiebbaren Behandlung von an COVID-19-Erkrankten und Patienten unter behördlich angeordneter Quarantäne sind genehmigungsfrei.

 

Einige veranlasste Leistungen können per Video erbracht werden, wenn der Patient einverstanden ist. Das betrifft die psychiatrische häusliche Krankenpflege, die Soziotherapie und Heilmittel.

04.11.2020