STIKO passt Impfempfehlung für AstraZeneca an

Was müssen, können und dürfen wir aktuell tun?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) passt aufgrund der zunehmenden Bedrohung durch die Delta- Virusvariante ihre Impfempfehlung beim Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca an. 

 

Personen, die ihre erste Impfung mit Vaxzevria erhalten haben, sollen so schnell wie möglich durch eine abgeschlossene Impfserie vor der Delta-Variante geschützt werden. Das ginge mit Vaxzevria nach 9-12 Wochen, mit Comirnaty oder Moderna schon nach 4 Wochen.

 

Demnach sollen nun, unabhängig vom Alter, Personen, die bei Ihrer Erstimpfung den Impfstoff Vaxzevria erhalten haben, nach 4 Wochen als zweite Dosis einen mRNA-Impfstoff erhalten.

 

Wer  schon 9-12 Wochen auf eine zweite Impfung mit Vaxzevria wartet, erhält mit dieser zweiten AstraZeneca–Impfung einen ausreichenden Schutz gegen die Delta-Variante. Deshalb ist es möglich, die Zweitimpfung trotz der anstehenden Empfehlung der STIKO mit dem Impfstoff von AstraZeneca vorzunehmen, wenn der Impfling dies wünscht bzw. damit einverstanden ist. Dies ist insbesondere für Praxen entscheidend, die ganz aktuell noch (viel) Vaxzevria vorrätig, aber noch keinen bis wenig mRNA-Impfstoff zur Verfügung haben. 

 

Impfstoff wegzuwerfen kann nicht die Folge der STIKO-Empfehlung sein!

 

Laut RKI sind vollständig Geimpfte mit den von der STIKO empfohlenen Impfabständen vor schweren Krankheitsverläufen, der Delta-Variante und auch vor anderen SARS-CoV-2-Varianten ähnlich gut geschützt.

 

Empfohlene Impfabstände der STIKO

  • Comirnaty (BioNTech/Pfizer): 3-6 Wochen
  • Spikevax (Moderna): 4-6 Wochen
  • Vaxzevria (AstraZeneca): 9-12 Wochen
  • Heterologes Impfschema (Vaxzevria/mRNA-Impfstoff): ab 4 Wochen

Laut STIKO ist es vor diesem Hintergrund besonders wichtig, die Zweitimpfung „zeitgerecht“ wahrzunehmen.

06.07.2021