Informationen zu den Heilmittel-Ausgaben

Trendinformation zur Richtwerteausschöpfung

Die Kassenärztliche Vereinigung stellt quartalsweise eine Trendinformation zur Richtwerteausschöpfung online bereit. Auf der Grundlage der abgerechneten Fallzahlen wird das Richtwertevolumen des Arztes berechnet, also die Summe, die für die Heilmittelverordnungen regulär zur Verfügung steht. Dieses Richtwertevolumen wird mit der tatsächlichen Verordnungssumme, die die Krankenkassen erfasst haben, ins Verhältnis gesetzt. Diese Verordnungssumme beinhaltet allerdings noch die Kosten, die auf die Heilmittel-Praxisbesonderheiten entfallen. Dadurch wird eine tendenziell zu hohe Richtwerteausschöpfung ausgewiesen. Um abschätzen zu können, um welchen Betrag die Gesamtverordnungssumme noch zu reduzieren ist, finden Sie in folgender Tabelle die durchschnittlichen Verordnungsanteile für den langfristigen Heilmittelbedarf  und den besonderen Verordnungsbedarf je Fachgruppe, wie sie 2017 erfasst wurden.

 

Heilmittel-Praxisbesonderheiten 2017

Arztgruppe

Anteil Kosten Langfristiger Heilmittelbedarf

Anteil Kosten Besonderer Verordnungsbedarf

Allgemeinmediziner/Praktische Ärzte

9,0%

16,8%

Chirugen

4,6%

4,7%

FÄ-Internisten ohne/mit sonstigem SP

17,2%

24,6%

HNO

9,4%

11,0%

HÄ-Internisten

11,1%

17,2%

Kardiologen

8,0%

14,0%

Kinderärzte

5,7%

10,2%

Nephrologen

3,1%

11,0%

Nervenärzte/Neurologen

14,6%

45,6%

Orthopäden

2,2%

4,2%

Physik./rehabilit. Medizin

5,4%

6,4%

 

Heilmittel-Informations-System (GKV-HIS)

Seit dem 1. Quartal 2007 liefert das Heilmittel-Informations-System der Spitzenverbände der Krankenkassen arztbezogene Frühinformationen auf der Grundlage ungeprüfter Abrechnungsdaten. Diese Daten stellen eine Trendinformation dar und sind nicht Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsprüfung. Sie beinhalten die Verordnungen, die die Heilmittelerbringer bis zu einem festgelegten Stichtag zur Abrechnung gebracht haben. Daher sind die Angaben des aktuell ausgewerteten Quartals unvollständig, werden aber in den Folgequartalen aufgefüllt. Umsätze, Verordnungsblätter und Anzahl verordneter Heilmitteleinheiten werden getrennt nach Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie im Vergleich zur Brandenburger Fachgruppe dargestellt. Für jede lebenslange Arztnummer wird ein Bericht erstellt, vorausgesetzt es werden mindestens 30 Verordnungen im Quartalsdurchschnitt vorgenommen. Eine Aussage zur Richtgrößenausschöpfung kann hier nicht getroffen werden, da die Krankenkassen auf Bundesebene nicht über dafür notwendigen Fallzahlen verfügen. Diese Berechnung wird durch die KVBB in einer gesonderten Auswertung („Praxisbezogene Heilmittel-Richtgrößenausschöpfung“) bereitgestellt. Dafür werden die Verordnungskosten auf die Betriebsstätte bezogen, also bei Gemeinschaftspraxen oder MVZ’s für alle Ärzte aufaddiert.