Breites Wählervotum ist wichtig

Aktuell im Gespräch mit Dipl.-Med. Michaela Claudius, Landeswahlleiterin

Frau Claudius, Sie sind neue Landeswahlleiterin der KV Brandenburg. Was sind Ihre Aufgaben?
Meine Aufgabe und die meiner Mitstreiter im Landeswahlausschuss ist es, für einen ordnungsgemäßen Ablauf der Wahlen zur Vertreterversammlung und zu den Regionalbeiräten zu sorgen. Das beginnt zum Beispiel damit, dass wir den Zeitplan für die Wahl bestimmen. Wir stellen außerdem fest, welche Ärzte und Psychotherapeuten wahlberechtigt sind bzw. sich zur Wahl stellen dürfen. Und nicht zuletzt ermitteln wir das Wahlergebnis und geben dieses bekannt.

 

Verbinden Sie persönliche Anliegen oder Ziele mit dem Amt?
Die ärztliche Selbstverwaltung ist das zentrale Ordnungsprinzip für uns Ärzte und Psychotherapeuten. Gleichzeitig lebt die Selbstverwaltung von unserem Engagement. Ich hoffe daher auf viele aktive Kolleginnen und Kollegen, die kandidieren, und natürlich auf eine hohe Wahlbeteiligung.

 

Warum sind die Wahlen wichtig?
Wahlen sind Ausdruck unseres demokratischen Selbstverständnisses. Sie entscheiden somit maßgeblich über die Handlungs- und Gestaltungsfähigkeiten der ärztlichen Selbstverwaltung. Deshalb bitte ich alle Kollegen, sich an der Wahl zu beteiligen. Jene Kollegen, denen Sie ihre Stimme geben, tragen für die nächsten sechs Jahre eine große Verantwortung. Umso wichtiger ist es, dass sie sich bei ihren Entscheidungen auf ein breites Wählervotum stützen können.

 

Wer darf wählen?
Alle Mitglieder der KV Brandenburg. Das sind zum einen alle zugelassenen Ärzte und Psychotherapeuten und zum anderen alle angestellten Ärzte und Psychotherapeuten, sofern sie mindestens 20 Stunden pro Woche tätig sind. Und schließlich gehören auch die ermächtigten Krankenhausärzte und -psychotherapeuten dazu.

 

Wie viele Mitglieder der Vertreterversammlung stehen zur Wahl?
Insgesamt 30. Davon sind 27 ärztliche Vertreter und drei Psychotherapeuten.

 

Wie kann ein Arzt oder Psychotherapeut kandidieren?
Grundsätzlich können alle KV-Mitglieder kandidieren. Wer sich zur Wahl stellen möchte, kann seine Kandidatur vom 9. bis zum 20. Juni 2016 spätestens 18 Uhr anmelden. Dafür muss ein schriftlicher Wahlvorschlag beim zuständigen Wahlleiter eingereicht werden. Der Wahlvorschlag kann mehrere Kandidaten enthalten oder auch nur einen einzelnen. Wichtig ist, dass daraus ersichtlich wird, für welche Gruppe Sie kandidieren. Musterwahlvorschläge und Einverständniserklärungen werden auf der Internetseite der KVBB bereitgestellt.

 

Welche Formalien müssen beim Wahlvorschlag noch beachtet werden?
Auf den Wahlvorschlag gehören Vor- und Familienname, Praxissitz sowie Gebietsbezeichnung / Facharztbezeichnung des Bewerbers. Angestellte Ärzte und Psychotherapeuten benennen die Praxis / Einrichtung, inder sie tätig sind. Zudem muss jeder Bewerber eine schriftliche Erklärung beifügen, dass er mit der Aufnahme in den Wahlvorschlag einverstanden ist. Außerdem brauchen Sie für die Wahlen zur Vertreterversammlung mindestens 20 wahlberechtigte Kollegen, die Ihre Kandidatur unterstützen. Diese unterschreiben auf dem Wahlvorschlag und geben ihren Vor- und Familiennamen, Praxissitz bzw. Name und Sitz der zugelassenen Einrichtung oder des Krankenhauses an. Für die Regionalbeiräte, die ehemaligen Servicestellenbeiräte, genügen fünf Unterstützer. Alle wesentlichen Informationen sind auch im Sonderheft „KV-Intern” vom April enthalten.

 

Wer entscheidet über die Zulassung der Wahlvorschläge?
Der jeweils zuständige Wahlausschuss. Es gibt einen für die ärztlichen Mitglieder und einen für die Psychotherapeuten in der Vertreterversammlung sowie einen gemeinsamen für die Regionalbeiräte.

 

Wie läuft die Wahl ab?
Gewählt wird per Briefwahl vom 5. bis 27. September 2016. Die notwendigen Unterlagen, wie Stimmzettel, Wahlumschlag und Wahlschein bekommen alle wahlberechtigten Mitglieder per Post von der KV Brandenburg.

 

Wann gibt es die Ergebnisse?
Die abgegebenen Stimmen werden am 28. September ausgezählt. Das endgültige Ergebnis wird am 29. September bekannt gegeben. Die neu gewählte Vertreterversammlung trifft sich am 25. November zu ihrer konstituierenden Sitzung.

 

Frau Claudius, vielen Dank für das Gespräch.

Gefragt und notiert von Christian Wehry

 

Zur Person: Dipl.-Med. Michaela Claudius ist Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Potsdam. Sie ist in der Poliklinik Ernst von Bergmann als angestellte Ärztin

 

 

 

27.05.2016