Ärztliche Versorgung ist ein Menschenrecht

KVBB-Vertreterversammlung verabschiedet Resolution

Die Gestaltung einer sachgerechten medizinischen Versorgung von Flüchtlingen ist ein dringliches, von der Politik jedoch bisher ungelöstes Problem. Dazu hat die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg in ihrer Sitzung am 4. September 2015 einstimmig beschlossen: 

 

Ärztliche Versorgung ist ein Menschenrecht: Die Politik muss endlich handeln, statt die Probleme zu verdrängen

 

Tagtäglich kümmern sich die Brandenburger Ärzte und Psychotherapeuten in ihren Praxen intensiv um die Gesundheit ihrer Patienten, egal ob sie aus Brandenburg kommen oder vor Krieg und Krisen nach Deutschland geflohen sind. Angesichts der hohen Flüchtlingszahlen (derzeit werden 28.000 Menschen in Brandenburg erwartet) lässt sich eine angemessene und sachgerechte medizinische Versorgung für Asylbewerber wie für Brandenburger nur dank des sehr hohen Engagements der Ärzteschaft gewährleisten. Die stetig steigende Flüchtlingszahl wird das bestehende Problem jedoch verschärfen.

 

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg fordert daher die politisch Verantwortlichen des Landes auf, ausreichend Ressourcen für die Behandlung von Asylsuchenden bereitzustellen und das Dialogangebot des Vorstandes der KVBB an die Landesregierung anzunehmen, gemeinsam bedarfsgerechte Versorgungsstrukturen zu entwickeln sowie die richtigen Rahmenbedingungen für die medizinische Versorgung der Asylsuchenden durch die niedergelassenen Ärzte zu vereinbaren.

04.09.2015