Brandenburger Modellvorhaben: Corona-Impfungen in Arztpraxen

KVBB-Chef fordert Anpassung der Impfverordnung

Auf dem gestrigen Brandenburger Impfgipfel wurde unter anderem beschlossen, dass die niedergelassenen Ärzte in ihren Praxen bzw. im Rahmen von Hausbesuchen in die Impfkampagne eingebunden werden sollen. Die Landesregierung will entsprechende Modellvor­haben mit Hausärzten starten. Dazu sagt MUDr./ČS Peter Noack, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg:

 

„Wir freuen uns sehr, dass Ministerpräsident Dietmar Woidke und die übrigen Akteure des Impfgipfels unserem Vorschlag folgen und die Corona-Impfung in Arztpraxen ab März modellhaft ermöglichen wollen. Unsere umfangreichen Vorbereitungen dafür laufen. So haben wir eine Umfrage unter knapp 1.900 Arztpraxen im Land gestartet, um die Impfkapazitäten in den Praxen zu erfragen. Daneben arbeiten wir an der notwendigen Impf-Dokumentation und bauen die komplexe Logistik auf. Unser Ziel ist es, landesweit insgesamt rund 50 Praxen zu identifizieren, die sich kurzfristig an dem Modellprojekt beteiligen wollen. Das Modellvorhaben kann aber nur die erste Etappe sein. Wir unterstützen den Ministerpräsidenten in seiner Forderung an den Bundesgesundheitsminister, die Impfverordnung endlich anzupassen, damit alle Arztpraxen, die sich bereit erklären, flächendeckend eingebunden werden können. Nur das wird zum Erreichen der Impfziele führen. Impfen in Arztpraxen bedeutet: Kurze Wege, direkter Zugang zur Impfung ohne Vermittlung über Callcenter, Aufklärung und Impfung aus einer Hand!“

18.02.2021