Corona-Infektion bei der KVBB – Sofort umfangreiche Schutzmaßnahmen eingeleitet

In der Verwaltung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) gibt es eine nachgewiesene Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Darüber wurde die KVBB am Donnerstag informiert. Das Vorgehen der KVBB erläutert MUDr./ČS. Peter Noack, Vorstandsvorsitzender der KVBB:

 

„Zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir sofort Maßnahmen ergriffen, die deutlich über die RKI-Richtlinien und die üblichen Maßnahmen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes hinausgehen. Alle Beschäftigten hatten die Möglichkeit, sich am Donnerstag und Freitag freiwillig und für sie kostenfrei im Haus der Brandenburgischen Ärzteschaft auf eine Infektion testen zu lassen. Damit konnten wir schnell den Sorgen der Kolleginnen und Kollegen entsprechen und geben ihnen sowie ihren Familien und Freunden gleichzeitig die Möglichkeit, ohne Zeitverzug Gewissheit zu erhalten. Die große Resonanz auf das freiwillige Angebot zeigt, dass dies ein richtiger Schritt war.“

 

Die Testungen wurden von einem unabhängigen Arzt vorgenommen und durch die KVBB als Arbeitgeber finanziert. Infizierte Personen werden direkt vom Arzt benachrichtigt. Ebenfalls werden die zuständigen Gesundheitsämter in Kenntnis gesetzt, die im Falle einer Infektion dann die notwendigen nächsten Schritte einleiten. Über die erhobenen Daten erhält die KVBB keine Informationen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einen engen Kontakt zur infizierten Person hatten, sind sofort ins Home Office gegangen. Die Gesundheitsämter sowie das Gesundheitsministerium als Aufsichtsbehörde wurden über die Schritte informiert.

 

Das einmalige freiwillige Testangebot ist ein Baustein des umfangreichen Hygienekonzepts der KVBB, welches seit Beginn der Pandemie im Haus umgesetzt wird. Grundsätzlich gilt das Abstandsgebot von 1,5 m, Sitzplätze in Besprechungsräumen sind reduziert und gekennzeichnet. Seit dem 25. August gilt zusätzlich die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im gesamten Gebäude – mit Ausnahme des Arbeitsplatzes und gekennzeichneter Sitzplätze im Konferenzbereich. Händedesinfektionsmittel stehen im Gebäude ausreichend zur Verfügung. Darüber hinaus wurden und werden alle nicht unbedingt notwendigen Veranstaltungen abgesagt bzw. als Video- oder Telefonkonferenzen durchgeführt. Das gilt auch für die Klausur der Vertreterversammlung, des Parlaments der KVBB, die am Wochenende stattfinden sollte.

 

Die KVBB stellt mit ihren Mitgliedern, den Vertragsärzten und -psychotherapeuten, die ambulante medizinische Versorgung des Landes Brandenburg sicher. Ein zentrales, unverzichtbares Element dabei ist die Hotline und Disposition der ambulanten Medizin über die 116117 rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.

 

 

28.08.2020