Der Impfturbo kann nur in den Arztpraxen zünden

Ärztlicher Impfgipfel fordert mehr Impfungen in Praxen

Pressemitteilung

 

Vertreter der Berufsverbände der Hausärzte, Gynäkologen, Kinderärzte und des Hartmannbunds des Landes Brandenburg sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) haben am Dienstag klar Position zur Impfkampagne im Land Brandenburg bezogen.

 

Die Teilnehmer des ärztlichen Impfgipfels zeigten sich enttäuscht, dass trotz frühzeitiger Einladung kein Vertreter des Landes an dem Termin teilgenommen hat. Dabei ist das Land verantwortlich für die Impfkampagne.

 

Einig waren sich die Vertragsärzte, dass in den Arztpraxen wöchentlich bis zu 150.000 Impfungen durchgeführt werden können. Die Voraussetzung dafür ist, dass durchgängig und ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Um dies zu gewährleisten, werden Impfstofflieferungen von Bund und Land benötigt. In diesem Zusammenhang äußerten die Vertreter großes Unverständnis darüber, dass im Land Brandenburg zu Lasten der Arztpraxen Impfstoffe an kommunale Akteure verteilt werden.

 

Mit Blick auf die Weiterentwicklung der Impfstrategie verständigten sich die ärztlichen Verbände und die KVBB darauf, ein Konzept zur Impfung von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Diese sollen in Kinder-, Frauen- sowie Hausarztpraxen Impfangebote erhalten.

 

Da mittlerweile verstärkt jüngere Bürgerinnen und Bürger geimpft werden, benötigen die Vertragsärzte uneingeschränkt alle empfohlenen Impfstoffe.

 

Fazit des ärztlichen Impfgipfels ist, dass die Impfkampagne in der Phase 2 in den Arztpraxen angekommen ist und deshalb das Impfen in Impfzentren entbehrlich wird. Neben der Regelversorgung finden immer mehr Impfungen in den Arztpraxen des Landes Brandenburg statt. Die Vorteile sind dabei klar: Diese Impfungen sind schnell und wohnortnah. Die Menschen kennen und vertrauen ihren Ärztinnen und Ärzten.

18.05.2021