Digitalisierung nicht Großkonzernen überlassen

KVBB-Vorstand wirbt für aktive Beteiligung der Ärzte an digitalen Medizin-Projekten

Am morgigen Mittwoch findet vor dem Gesundheitsausschuss des Bundestages eine Anhörung zum „Digitale-Versorgung-Gesetz“ (DVG) statt. Dazu sagt Holger Rostek, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB):

„Die Digitalisierung der medizinischen Versorgung ist längst da und wird das Arzt-Patienten-Verhältnis verändern. Große IT-Konzerne stecken Milliardensummen in Digital-Health-Projekte, Krankenkassen drängen mit elektronischen Patientenakten auf den Markt und Gesundheits-Apps stellen mittels Künstlicher Intelligenz Diagnose-Wahrscheinlichkeiten. Diese Akteure und Systeme versuchen, sich zwischen Arzt und Patienten zu platzieren.

Die Digitalisierung wird den Arzt nicht ersetzen, kann ihn aber entlasten und die Therapie unterstützen. Die Vertragsärzte kennen ihre Patienten am besten und wissen, was sie für eine optimale Behandlung benötigen. Daher bringen wir uns aktiv in den politischen Diskussionsprozess ein. Die Digitalisierung der Medizin darf nicht Großkonzernen, Krankenkassen oder Politiker überlassen werden. Der direkte Arzt-Patienten-Kontakt ist weiterhin der Goldstandard in der Versorgung.“

15.10.2019