Dr. Helming zur Diskussion um die Impfpflicht: „Impfen ist essentiell für die ganze Gesellschaft“

Seitdem ein kleiner Junge in Berlin den Masern erlag, wird auch in Brandenburg eine lebhafte Diskussion um das Für und Wider der Masernimpfung geführt. Die niedergelassenen Ärzte berichten von vielen Nachfragen besorgter Eltern. Dazu kommentiert Dr. Hans-Joachim Helming, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg:

 

„Neben dem Individualschutz ist das Impfen aus ärztlicher Sicht essentiell für die Gesunderhaltung der ganzen Gesellschaft. Impfen vermeidet Krankheiten und verhindert deren Ausbreitung. So kann viel menschliches Leid bis hin zu dauerhaft schweren Behinderungen oder dem Tod vermieden werden. Daher sollten sich gerade Eltern fragen, ob sie diesen wirksamen Schutz ihrem Kind wirklich vorenthalten wollen. Ihre Verantwortung reicht aber weiter über die Gesundheit des eigenen Kindes hinaus: Von einer Impfung profitieren auch die Menschen im Umfeld, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Denn je größer die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung ist, desto schwerer können sich Krankheiten wie die Masern ausbreiten. Aus ärztlicher Sicht ist daher jede Maßnahme zu unterstützen, die den Durchimpfungsgrad der Bevölkerung erhöht.“

 

 

16.03.2015