Ein großer Dank an engagierte Ärzte

Dr. Braunsdorf zur Versorgung von Flüchtlingen

Die Gestaltung der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen ist ein dringliches, von der Politik jedoch bisher ungelöstes Problem. Dazu äußert sich Dr. Torsten Braunsdorf, Präsident der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB):

 

„Ich danke ganz herzlich allen Kolleginnen und Kollegen, die sich tagtäglich in ihren Praxen intensiv um die Gesundheit ihrer Patienten kümmern, egal ob sie aus Brandenburg kommen oder vor Krieg und Krisen nach Deutschland geflohen sind. Ohne das große Engagement der Ärzteschaft, das weit über die üblichen Arbeitszeiten hinaus reicht, wäre eine bedarfsgerechte Versorgung dieser Art überhaupt nicht möglich.

 

Die Politik kennt die vorhandenen Versorgungsprobleme im Land. Trotzdem handelt sie nicht. Dabei hat die stetig steigende Zahl von Flüchtlingen großen Einfluss auf unsere Arbeit. Unter anderem aufgrund von Verständigungsproblemen ist der Behandlungsaufwand bei Flüchtlingen häufig besonders hoch. Wenn dann noch ungeklärte bürokratische Regelungen dazu kommen, stoßen Praxen sowohl im haus- als auch fachärztlichen Bereich schnell an ihre Kapazitätsgrenzen.

 

Ich fordere daher die Politik auf, ausreichend Ressourcen für die Behandlung von Asylsuchenden bereitzustellen und für uns Niedergelassene die richtigen Rahmenbedingungen für die Behandlung zu schaffen. Damit wäre dann allen geholfen: den Menschen, egal ob einheimisch oder geflohen, ebenso wie den Ärzten.“

31.08.2015