Gesundheitsminister geben Praxen mehr Flexibilität

Weiterhin Impfstoffmangel – eingeschränkte Terminvergabe

Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) begrüßt die Entscheidung der Gesundheitsministerkonferenz zur Flexibilisierung des Intervalls zwischen Erst- und Zweitimpfung beim Impfstoff AstraZeneca. Gleichzeitig weist die KVBB darauf hin, dass es weiterhin einen Impfstoffmangel gibt und nicht allen Bürgerinnen und Bürgern, die impfberechtigt sind, aktuell ein Impfangebot unterbreitet werden kann. Der Bund hat zum Beispiel angekündigt, dass für Erstimpfungen in der Woche ab dem 17. Mai jetzt maximal zwölf Impfdosen (zwei Vials) von BioNTech/Pfizer pro Arzt für Impfungen in den Praxen bestellt werden können.

 

MUDr./ČS Peter Noack, Vorsitzender der KVBB: „Die impfenden Kolleginnen und Kollegen können jetzt den Zeitraum für das Impfschema  bei AstraZeneca individuell festlegen und sind nicht mehr an die starren Vorgaben gebunden. Das gibt uns bei den Impfungen in den Arztpraxen deutlich mehr Flexibilität und erleichtert die Einbindung von Impfterminen in den Praxisalltag und die Regelversorgung. Bereits vereinbarte Termine bleiben aber bestehen.

 

Darüber hinaus weise ich nochmals deutlich darauf hin, dass die Impfstoffmenge für Erstimpfungen weiterhin stark begrenzt ist. Sowohl in den Impfzentren als auch in den Arztpraxen können nur so viele Termine vergeben werden, wie gesichert Impfstoff für Erstimpfungen zur  Verfügung steht. Gleichzeitig ist die Impfbereitschaft der Menschen sehr groß. Ich kann verstehen, dass es zu Enttäuschung führt, wenn man impfberechtigt ist, aber keinen Termin bekommt. Nicht verstehen kann ich jedoch, wenn Menschen ihren Frust im Call Center, in den Arztpraxen oder in der Verwaltung der KVBB freien Lauf lassen. Diese wüsten Beschimpfungen finde ich unerträglich – und zu einem schnelleren Termin führen sie natürlich auch nicht.“ 

09.05.2021