Impfzentren geordnet herunterfahren und alle Vertragsärzte einbinden

Sonder-Vertreterversammlung der KVBB

In den Brandenburger Arztpraxen fanden mittlerweile über 100.000 Impfungen statt. An verschiedenen Tagen wurde in den Praxen zudem mehr geimpft als in den Impfzentren.

 

Wie soll die Impfkampagne nun im Sinne der Bürgerinnen und Bürger sowie der Vertragsärzteschaft im Land Brandenburg weiterentwickelt werden? Über diese Frage diskutierte die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) am 21. April 2021 in einer Sondersitzung im Videoformat und traf zwei einstimmige Beschlüsse:

 

1. Im Interesse einer raschen Steigerung der Impfquote müssen alle impfenden Praxen auch außerhalb des rein hausärztlichen Versorgungsbereichs mit sofortiger Wirkung die Möglichkeit erhalten, Impfstoffe zu bestellen und entsprechend den aktuell gültigen Regularien einzusetzen.

 

MUDr./ČS Peter Noack, Vorsitzender der KVBB: „Gemeinsam können wir Haus- und Fachärzte die Impfkampagne auf eine neue Stufe heben. Es wurde bislang bereits in 1.100 Praxen landesweit geimpft. Wenn sich nun noch mehr Hausärzte beteiligen und die Fachärzte dazu kommen, dann könnte auch in 2.200 Praxen geimpft werden. Alle Kolleginnen und Kollegen müssen dafür die gleichen Möglichkeiten haben, Impfstoff zu bestellen und zu impfen.“ 

 

2. Die VV fordert den Vorstand der KVBB auf, die vertragliche Vereinbarung mit dem Land Brandenburg temporär anzupassen, mit dem Ziel, schnellstmöglich das Impfen in Impfzentren zu beenden.

 

MUDr./ČS Peter Noack, Vorsitzender der KVBB: „Wir setzen uns für einen geordneten Übergang der Impfungen von den Impfzentren in unsere Praxen ein. Über das Wie und Wann werden wir in den kommenden Tagen mit dem Land sprechen.“ 

22.04.2021