Krankschreibungen und Corona-Tests sind kein Wunschkonzert

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) werden vom Arzt ausschließlich bei begründeter Krankheit ausgestellt. Auch über den  Test auf eine Corona-Infektion entscheidet alleine der Arzt. Darauf weist die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) hin.

 

Dazu erläutert MUDr./ČS Peter Noack, Vorstandsvorsitzender der KVBB: „Krankschreibungen und Corona-Tests sind kein Wunschkonzert, sondern medizinische Leistungen über die der Arzt und nicht der Patient entscheidet. Auch Arbeitgeber haben kein Recht, ihre Mitarbeiter zur Krankschreibung oder Testung in eine Arztpraxis zu schicken. Ein solches Verhalten ist unsozial und macht mich wütend. In dieser außergewöhnlichen Zeit müssen wir alle ärztlichen Kapazitäten für die wirklich erkrankten Patienten freihalten.“

 

Telefonische Krankschreibung möglich

Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege können nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine AU-Bescheinigung bis maximal sieben Tage ausgestellt bekommen.

 

Verhalten bei Corona-Verdacht

Der wichtigste Rat für alle, die Sorgen haben, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben, lautet: Bewahren Sie die Ruhe und rufen Sie von zu Hause aus ihren Hausarzt an. Gehen Sie auf keinen Fall ohne telefonischen Kontakt in die Praxis und vermeiden Sie Kontakt mit anderen Menschen. 

 

Sollten Sie ihren Hausarzt nicht erreichen, wählen Sie bundesweit die Rufnummer 116117. Bei medizinischen Fragen wird Ihnen hier rund um die Uhr geholfen.

18.03.2020