Patienten werden bestens versorgt

KVBB entwickelt ärztlichen Bereitschaftsdienst weiter

Zentrale Eckpunkte für die Reform der Notfallversorgung, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn jüngst vorstellte, werden in mehreren Regionen Brandenburgs bereits gelebt. Dazu sagt Dipl.-Med. Andreas Schwark, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB): „Wir stellen die Akut- und Notfallversorgung im Land Brandenburg patientenfreundlich, zukunftssicher und bedarfsgerecht auf. Damit sind wir als KVBB dem Gesetzgeber deutlich voraus.“

 

Die KVBB arbeitet gemeinsam mit den Partnern auf Seite der Krankenhäuser, des Rettungsdienstes und den Integrierten Leitstellen intensiv an der Weiterentwicklung der Akut- und Notfallversorgung im Land Brandenburg. Bereits heute gibt es an elf Krankenhäusern ärztliche Bereitschaftspraxen. Hier erhalten Patienten medizinische Hilfe bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen zu Zeiten, in denen Arztpraxen in der Regel geschlossen sind. Bis 2020 soll es ein landesweites Netz von 20 dieser Praxen geben.

 

Zukünftig werden auch alle Anrufe aus dem Land Brandenburg an die bundesweit gültige Rufnummer 116117 zentral in der KVBB-Koordinierungsstelle in Potsdam eingehen. Die medizinisch geschulten Mitarbeiter nehmen die Anrufe entgegen, beraten die Patienten und koordinieren für diese die individuell richtige Versorgung. Dabei wird insbesondere auch auf die ärztlichen Bereitschaftspraxen verwiesen. Lebensbedrohliche Notfälle werden auf Knopfdruck direkt an den Notruf 112, die Integrierten Leitstellen, weitergeleitet. In medizinisch indizierten dringenden Fällen erfolgt ein ärztlicher Hausbesuch. 

 

Unsere Strukturen im Rahmen der Akut- und Notfallversorgung funktionieren und haben für die Patienten klare Vorteile: Sie erhalten telefonisch unter der 116117 eine umfassende und qualitätsgesicherte Beratung und haben mit den ärztlichen Bereitschaftspraxen außerhalb der üblichen Sprechzeiten feste Anlaufpunkte, in denen sie behandelt werden“, so Dipl.-Med. Andreas Schwark. „Gleichzeitig werden die Rettungsstellen der Krankenhäuser entlastet und können sich um echte Notfälle kümmern.“

 

 

24.07.2019