Psychotherapie: Entscheidung des Bewertungsausschusses konterkariert Ziel des Gesetzgebers

Die neue Psychotherapie-Richtlinie und die Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses kommentiert MUDr./ČS Peter Noack, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg:

 

„Die Psychotherapie-Richtlinie neu zu gestalten und den Patienten einen zeitnahen Zugang zur Psychotherapie zu ermöglichen, war ein lange überfälliger Schritt. Mit der Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses wird das Ziel des Gesetzgebers jedoch konterkariert und ad absurdum geführt. Die neuen Angebote einzurichten und anzubieten, bringt für die ambulant tätigen Psychotherapeuten einen großen inhaltlichen und administrativen Mehraufwand mit sich. Es kann und darf nicht sein, dass dieser Mehraufwand schlechter bewertet wird, als die genehmigungspflichtige Psychotherapie. Dass die Krankenkassen dies nicht anerkennen, ist eine Frechheit und ein Schlag ins Gesicht der Therapeuten und der Patienten! Wir unterstützen daher die Klage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gegen diese Entscheidung.“

 

 

05.04.2017