Großdemo gegen Honorarkürzung bei Psychotherapeuten
Der Bewertungsausschuss hat eine Absenkung der Vergütung für ambulante psychotherapeutische Leistungen um 4,5 Prozent zum 1. April 2026 beschlossen. Um gegen diese Entscheidung zu protestieren und auf die drohenden Folgen für die Versorgung sowie die Praxiswirtschaftlichkeit aufmerksam zu machen, findet eine bundesweite Demonstration in Berlin statt.
Die Eckdaten der Veranstaltung
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Wann: 15. April 2026, 13:00 Uhr
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Wo: Paul-Löbe-Allee (zwischen Paul-Löbe-Haus und Reichstagsgebäude), Berlin
Catrin Steiniger, Vorstandsvorsitzende der KVBB, erklärte zu den Kürzungen:
„Das Versorgungsnetz für Menschen in psychischen Krisen wird durch diese Entscheidung mutwillig beschädigt. Es ist unverantwortlich, die Maschen dieses Netzes immer dünner zu knüpfen, während gleichzeitig immer mehr belastete Menschen darin Halt suchen. Wer die ambulante Psychotherapie finanziell aushöhlt, nimmt in Kauf, dass das gesamte System der psychischen Gesundheit in der Fläche instabil wird. Diese Kürzung ist kein Sparbeitrag, sondern gefährdet direkt die Patientenversorgung – gerade auch in ländlichen Regionen.“
Die ambulanten Praxen bilden das Rückgrat der psychotherapeutischen Versorgung. Wird dieses geschwächt, drohen längere Wartezeiten und eine weitere Verschlechterung der Versorgungssituation – mit weitreichenden Folgen für die Betroffenen und die gesamte Gesellschaft.