KVBB richtet Praxis zur hausärztlichen Übergangsversorgung in Cottbus ein
Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) errichtet in Cottbus eine hausärztliche Praxis. Hintergrund ist die angespannte hausärztliche Versorgungslage in der Stadt und der Region: Seit 2021 ist die Zahl der Versorgungsaufträge spürbar zurückgegangen. Zugleich ist ein großer Teil der niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte bereits über 60 Jahre alt.
Die neue Einrichtung soll insbesondere Patientinnen und Patienten mit akutem Behandlungsbedarf auffangen, etwa wenn dringend Medikamente verordnet werden müssen. Sie ist bis zum 31. Dezember 2028 befristet und versteht sich ausdrücklich als Ergänzung in einer Übergangsphase. Die Eröffnung ist in den kommenden Monaten geplant.
Vorausgegangen waren intensive Gespräche mit den Haus- und Kinderärzten vor Ort sowie Versorgungsanalysen für eine valide Bedarfsermittlung.
„Wir wollen damit sicherstellen, dass Cottbuser Patientinnen und Patienten auch kurzfristig ärztliche Hilfe bekommen und die Praxen in Stadt und Region entlastet werden. Die Eigeneinrichtung ist dabei bewusst als befristetes Angebot konzipiert. Sie ist eine Brücke, bis sich die Versorgungslage vor Ort und im Umland wieder stabilisiert. Uns ist wichtig, dass wir dies in enger Abstimmung mit den niedergelassenen Praxen in der Region umsetzen. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, die aktuell am Limit oder sogar darüber hinaus arbeiten, um die Menschen in der Region versorgen", so Dr. Stefan Roßbach-Kurschat, stellvertretender Vorsitzender der KVBB.